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KI dechiffriert jahrhundertealtes Rätsel!

Aktuell überschlagen sich wieder Verlautbarungen zum Bereich generative künstliche Intelligenz (GenKI) und es ist schwer, den Überblick zu behalten zwischen der Beurteilung neu veröffentlichter Modelle, der Abschätzung von Fähigkeiten ihrer noch nicht veröffentlichten Geschwister und der Einschätzung, wie schnell und umfassend die Entwicklung wahlweise zur Umgestaltung der gesamten kapitalistischen Gesellschaft oder eben zur Auslöschung des menschlichen Lebens auf dem Planeten Erde beitragen könnte. Es gibt allen Grund dafür, aufgebracht zu sein und ich muss gestehen, dass ich das in dieser Debatte auch bin. So ist es vielleicht mal an der Zeit, meine Gedanken zu fassen und einen Teilaspekt aufzugreifen, in dem ich meine Expertise als zumindest ausreichend betrachte, um darüber zu schreiben. Es wird nämlich behauptet, eine KI (konkreter: das LLM Claude, Modell Fable 5.1) hätte eine jahrhundertealte Chiffre gelöst, an der menschliche Codeknacker bisher verzweifelt sind. Und das ist doch mal einen genaueren Blick wert.

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Jäger der verlorenen Bots

Der Deutsche Bundestag hat eine Enquete-Kommission zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) einberufen, die sich aus Abgeordneten und Sachverständigen zusammensetzt und sowohl Potentiale, als auch Gefahren der KI in Bezug auf Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeitswelt ausloten soll. Obwohl oder gerade weil ich weiß, dass der Begriff KI des Öfteren grob falsch interpretiert wird, halte ich die Einrichtung einer Kommission zum Thema für eine sehr gute Idee. Auf der entsprechenden Webseite finden sich eine Reihe hochinteressanter Materialien zu den bisher behandelten Themenkomplexen. Diese Kommission hat nun Stellungnahmen von (mindestens) drei Expert|inn|en bezüglich des Themenbereichs “Social Bots” eingeholt. Dankenswerterweise sind diese drei Stellungnahmen öffentlich einsehbar und interessanterweise widersprechen Sie sich eklatant. Ich habe sie alle drei gelesen und wollte meine gewonnen Einsichten zu diesem noch immer heiß diskutierten Thema hier ausführen. Es ist ein langer, hoffentlich dennoch lesenswerter Text daraus geworden. [Update Rosenmontag: Für Kurzangebundene schließt nun jeder Abschnitt mit einem <tl;dr>.]

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Twittern, verpflichtend

Vorweihnachtswoche. Draußen nieselt der Regen leise vor sich hin, die Sonne lässt sich den Tag über nicht blicken und räumt schon am frühen Nachmittag das Feld für die klamme Nacht. Die Menschen hetzen von den vorletzten zu den letzten Besorgungen, die sie für Weihnachten zu erledigen haben, drängeln sich später zum Glühweinstand durch, um wenigstens ein paar Minuten innezuhalten, bis das Getränk in ihren Bechern weit genug heruntergekühlt ist, dass es im Kreis der Kollegen getrunken und auf frohe Weihnachtstage anstoßen werden kann. Drinnen sitzt du allein vor deinem Tweetdeck und zermarterst dir den Kopf, was die 5000-Seelen-Followerschaft wohl noch gerne von dir lesen würde. [Szenischer Einstieg, recht abgeschmackt, aber das macht man ja heutzutage so]

Meine Zeit als Kurator des Twitter-Accounts der deutschen RealScientist-Ausgabe neigt sich nach einer genau Woche dem Ende zu. Das trifft sich ganz gut, schließlich ist morgen Heiligabend. Es war mir eine Freude und große Ehre, diesen Account über sieben Tage mit Inhalten füttern zu dürfen und ich hoffe, dass ich meine Sache einigermaßen annehmbar vertreten habe. Tatsächlich habe ich in dieser Woche auch einiges gelernt, und zwar sowohl über meine Arbeit, als auch über Twitter.

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Eine Woche RealScientist!

Vielleicht haben es einige von euch schon mitbekommen – seit heute morgen darf ich den wissenschaftlichen Wechselaccount @realsci_DE kuratieren. Wenn jemand unter euch diesen tatsächlich noch nicht kennen sollte: Realscientists DE ist der deutsche Ableger von Realscientists, wo seit Anfang 2013 Wissenschaftler|innen im wöchentlichen Wechsel ihre tägliche Arbeit auf Twitter vorstellen. Seit Anfang 2017 twittert auch der deutschsprachige Ableger und es ist mir eine große Ehre, dass ich in der Woche vor der Weihnachtspause meine Arbeit in Forschung, Lehre und Wissenschaftsadministration vorstellen darf.

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Reflexionen #gisfoh2017

In der Kindheit und Jugend hatte ich gewisse, mitunter auch recht glanzvolle Vorstellungen vom Leben als Wissenschaftler. Ich will nicht sagen, dass diese gelitten haben, aber ich nehme die täglichen Routinen doch mit der Zeit als weniger schillernd wahr, als ich mir das früher ausgemalt hatte: Der tägliche Wall administrativer Arbeiten, die zeitintensive Studierendenbetreuung,  das einigermaßen-auf-dem-neuesten-Stand-in-der-Sprachtechnologie-und-dort-verfügbarer-Softwaretools-bleiben, die Anleitung bei den betreuten Projekten, die eigenen Interessengebiete beackern usw. usf. Ich würde nie auf die Idee kommen, mich zu beschweren, ganz im Gegenteil – wie ich auch hier im Blog fortwährend darzustellen versuche, mag ich meinen Job wirklich sehr. Nur bleibt bei all den anfallenden Arbeiten oft nicht viel Zeit, zu reflektieren. Gerade in der Wissenschaft / an Universitäten aber ist Reflexion des eigenen Tuns von essentieller Bedeutung, geht es doch nicht (nur) darum, Dinge zu verwalten, sondern sie immer wieder zu hinterfragen und – wenn möglich – zu verbessern.